Neue "Kindersicherung" bei chatGPT

Neue "Kindersicherung" bei chatGPT

Künstliche Intelligenz begegnet uns überall. Während vor 10 Jahren die meisten Menschen KI nur in Form von Siri und schachspielenden Algorithmen kannten, ist sie heute allgegenwärtig und leistungsfähig genug, um in nahezu allen Lebensbereichen eine Rolle zu spielen. Von personalisierten Empfehlungssystemen sozialer Medien über autonomes Fahren bis hin zu Chatbots, die menschenähnliche Gespräche führen, komplexe Texte schreiben und sogar Entscheidungen beeinflussen können. KI ist wahrlich außergewöhnlich.

Dennoch muss man bedenken, dass nicht alle gesellschaftlich Beteiligten gleichermaßen mit diesem Hilfsmittel umgehen können. Vor allem Kinder stellen eine besonders schutzbedürftige Gruppe dar.

Der Grund wieso Kinder keinen unbeaufsichtigten Zugang zu KI haben sollten, ist, dass KI-Systeme sie in mehreren Hinsichten, meist unbewusst, gefährden könnten. In erster Linie könnten sensible Daten abfließen, verarbeitet und im schlimmsten Fall missbraucht werden werden.

Außerdem kann ständiges, uneingeschränktes Interagieren mit Chatbots dazu führen, dass es dem Kind schwerfällt zwischenmenschliche Beziehungen mit anderen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, da eine ungesunde Abhängigkeit zur KI entstehen kann. Dies kann auch zur Folge haben, dass dem Kind ein verzerrtes Weltbild oder Abschottung durch eine Echokammer drohen.

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Nun hat OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, eine Art Kindersicherung eingeführt, die Eltern ermöglichen soll, die Nutzung ChatGPTs zu überwachen und die Einstellungen festzulegen.

  1. Zunächst gelangt man über die Einstellungen zum Abschnitt Kindersicherung. Dieser Abschnitt muss dann ausgewählt werden.
  2. Nun fügt man den Kontonamen seines Kindes hinzu und schickt dem Kind eine Anfrage.
  3. Das Kind kann dann über sein Konto die Anfrage des Elternteils annehmen. Dies funktioniert auch andersrum.
  4. Jetzt sind die Konten verknüpft und das Elternteil erhält eine Bestätigungsemail.
  5. Dies ermöglicht dem Elternteil sämtliche Einstellungen zu verändern und zu verwalten. Während der aktiven Kindersicherung erhält der Elternteil stets Sicherheitsbenachrichtigungen.
  6. Das Kind kann die Verknüpfung jedoch jederzeit aufheben, woraufhin der Elternteil benachrichtigt wird.

Diese Schutzmaßnahme bedarf noch weiterer Verbesserung, weshalb zukünftig zusätzliche Funktionen hinzukommen, die Eltern zum Schutz ihrer Kinder implementieren können. Die Entwickler betonen, dass Sicherheit nicht nur auf technischen Sperren basiert, sondern auch auf Erziehungs- und Aufklärungsarbeit innerhalb der Familie.

Für Eltern ist es daher wichtig, informiert zu bleiben und mit ihren Kindern offene Gespräche zu führen, in denen sie sie über Risiken aufklären. Wichtig ist außerdem, die Kinder beim Experimentieren mit KI nicht nur einzuschränken, sondern sie zu gleichermaßen zu begleiten und gemeinsam den Nutzen von KI-Werkzeugen zu erfahren und zu erlernen.

Helena Wart, FSJ am MZM